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VEGAN FÜR DEN KLIMASCHUTZ

Aktualisiert: März 19


Was hat vegane Ernährung mit Umweltschutz zu tun?

Du achtest darauf, dein Auto möglichst oft stehen zu lassen, nimmst die Öffis, fährst mehr mit der Bahn oder dem Fahrrad, minimierst deine Flugreisen und verzichtest weitgehend auf Plastik? Das ist unglaublich toll und berücksichtigt wichtige Aspekte der Nachhaltigkeit. Aber wusstest du, dass du mit veganer Ernährung wohl einen der größten Beiträge zum Thema Umweltschutz leisten kannst?



Foto: VEGAN HARBOUR

Inwiefern kann man mit pflanzlicher Ernährung die Welt verbessern?

Anfang 2018 wurde eine Studie ↗ der Universität Oxford veröffentlicht, die zum Ergebnis kam, dass eine vegane Ernährung für die einzelne Person der effektivste Weg ist, einen Beitrag zum Umweltschutz zu leisten. Untersucht wurde, wie sich unterschiedliche Ernährungsweisen bis ins Jahr 2050 auswirken, wobei als Fazit herauskam, dass eine pflanzliche Ernährung am ehesten den Klimawandel stoppen könnte.

Warum ist das so? Massentierhaltung verursacht mehr Emissionen als alle Flugzeuge, Autos und Züge zusammen (60% der Treibhausgase), für die Herstellung tierischer Produkte wird über 80% der Fläche für Landwirtschaft benötigt.

Von den Qualen für die Tiere ganz abgesehen, verursachen Fleisch- und Molkereikonzerne klimaschädliche Aspekte durch einen immens hohen Wasserverbrauch (sowohl bei der Haltung als auch beim Futtermittelanbau), Überdüngung der landwirtschaftlichen Flächen, lange Transportwege, erhöhten Methanausstoß bei Kühen sowie Regenwaldabholzung für Futtermittelanbau.

Die Studie konkludiert, dass sich die Treibhausgase bis 2050 um 70% reduzieren, wenn sich die Menschen rein pflanzlich ernähren (bereits eine vegetarische Ernährung würde zu einer Reduktion von 63% führen).

Abgesehen davon hat der Verzicht auf Fleisch und Milchprodukte auch positive Auswirkungen auf die Gesellschaft (Stichwort Armut durch Erschließung von Flächen für Futtermittelanbau im Regenwald) sowie auf die eigene Gesundheit.

Trotz alledem steigt der Fleischkonsum weltweit an. Ein guter Zeitpunkt also, seine Essgewohnheiten zu überdenken. Wem ein sofortiger Umstieg zu extrem ist, kann sich ja mit 1-2 veganen Tagen in der Woche langsam herantasten bzw. ist auch das schon ein toller Beitrag zur Umwelt.

Wichtig ist, neben biologischem Anbau auch auf Regionalität und Saisonalität der Produkte zu achten (z.B. zählen auch die heimischen Leinsamen als Superfood, es müssen nicht immer die oft so gehypten Avocados oder Goji-Beeren sein).



Foto: VEGAN HARBOUR

Und was darf man als Veganer überhaupt noch essen?

Und nun zur großen Frage, die mir am häufigsten gestellt wird: Die gute Nachricht: man „darf“ weiterhin alles essen, man entscheidet sich jedoch bewusst dagegen (das macht einen deutlichen Unterschied im Denken, wenn man sich die Wahl lässt). Die zweite gute Nachricht: vegane Ernährung geht über das Knabbern eines Salatblatts hinaus (Spoiler alert: Zuckerwatte, Popcorn und Pommes sind auch rein pflanzlich zubereitet).

Es ist also weder super kompliziert, noch benötigt man besonders exotische Zutaten. In der Praxis ist der Verzicht auf tierische Nahrungsmittel mittlerweile - auch dank zahlreicher Blog- und Foreneinträge - sehr einfach umzusetzen.



Foto: VEGAN HARBOUR


Ideen für eine vegane Ernährung

Also, holt euch weg von „dem Fremden“ oder dem Verzichtsgedanken. Auch Menschen, die sich rein pflanzlich ernähren, können neben Obst und Gemüse im Normalfall jegliches Brot/Gebäck, Getreide wie Reis, Hirse, etc., Kartoffeln, alle Arten von Nudeln (ohne Ei erhältlich), Hülsenfrüchte wie z.B. Linsen, Erbsen, Bohnen, etc., pflanzliche Margarine, zahlreiche Müslis/Cerealien, Pommes mit Ketchup/Senf, Bier und vor allem Dingen, die immer schon vegan waren (z.B. Mannerschnitten, Mon Cherie, Chips, Popcorn, Nüsse, Zuckerwatte, Haribo Pasta Frutta-Schnüre, Nimm2 Soft) essen.



Foto: VEGAN HARBOUR

Man muss auch nicht in spezielle Supermärkte/Reformwarenläden einkaufen gehen, in beinahe jedem Lebensmittelhandel gibt es mittlerweile für Fleisch, Milch, Pudding, Joghurt, Sahne, Eis, Fertigprodukte, usw. pflanzliche Alternativen. Auch die meisten Bäckerei-Ketten weisen ein Angebot an veganen Speisen (süß und salzig) auf. An fast allen Kebabständen sind die Falafel-Sandwiches vegan. Und die meisten Supermärkte haben an der Frischtheke den einen oder anderen pflanzlichen Snack (z.b. Nudel- oder Linsensalat, Sandwich, Wraps, etc.) im Angebot. In den Sommermonaten greift man bei Eis einfach zu Sorbet bzw. bieten viele Eissalons bereits rein vegane Sorten an. Und im Winter findet man sowieso an jeder Ecke heiße Maroni und Bratkartoffeln.



Foto: VEGAN HARBOUR

Möchte man jedoch lieber selbst kochen, hier einige Ideen:


Frühstück:

  • Müsli/Granola/Overnight Oats/Porridge in allen Variationen (mit Hafer-, Reis-, Soja-, Mandel-, Kokos- oder Cashewmilch oder pflanzlichen Joghurts) getoppt mit Obst, Nüssen, Samen, Kokosflocken, Bitterschokoladedrops, Cornflakes, etc.

  • es gibt an pflanzlicher Milch und Joghurt mittlerweile so viele unterschiedliche Geschmacksrichtungen, dass man sich nur durchkosten muss – irgendeine Variante hat bis jetzt noch jedem geschmeckt 🙂

  • Brot/Gebäck mit Aufstrich (z.B. Hummus, Paprika-, Linsen-, Rote Rüben-, Frisch“käse“ Aufstrich, … – es gibt eine riesengroße Auswahl an rein pflanzlichen Brotaufstrichen sowohl in handelsüblichen Supermärkten als auch z.B. in Drogeriemärkten

  • Scrambled Tofufruchtige

  • Smoothie(bowls)

  • gebratenes Gemüse, aufgeschnittenes Obst/Gemüse – Rohkost

  • wer keine Lust auf zu gesundes Essen hat, dem empfehle ich Pancakes oder einfach nur Brot mit Margarine und Marmelade oder einer Nuss-Nougat Creme (ebenfalls im Handel erhältlich)



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Mittags/Abends:

  • Nudeln aller Art (inkl. Nudelauflauf, Lasagne, Spaghetti mit Sojagranulat, etc.)

  • Strudel in jeglicher Variation (Spinat, Kraut, Kartoffel,…)

  • Reisgerichte (z.B. Risotto)

  • Pizza, Burger (z.B. mit Bohnen- oder Grünkern-Patty)

  • Laibchen aller Art (Hirse, Karotten, Zucchini, Getreide, Spinat…)

  • Wraps

  • Gefüllte Sandwiches

  • gefüllte Palatschinken

  • Chili sine Carne

  • Currys

  • Gulasch

  • Krautfleckerl

  • WOK-Gemüse mit Nudeln oder Reis




Desserts/Süßspeisen:

Hier gibt es eigentlich nichts, was vegan nicht geht – von Gugelhupf über diverse Kuchen und Torten bis hin zu Mousse au Chocolat und Weihnachtsbäckerei ist alles auch rein pflanzlich möglich. Einfach Milch, Butter und Eier durch eine vegane Variante ersetzen – im Netz gibt es dazu zahlreiche Rezepte, Inspirationen und wertvolle Tipps, die man nach Lust und Laune ausprobieren kann (z.B. Veganblatt ↗ oder PETA ↗).




Snacks für Zwischendurch:

  • Brot/Gebäck mit Aufstrich (z.B. Linsenaufstrich, Bärlauchaufstrich, Liptauer, etc.)

  • Nüsse

  • Trockenfrüchte

  • diverse (Müsli-, Protein-, Schoko-)Riegel

  • Tofu-Spießchen

  • Obst/Gemüse-Sticks

  • Muffins

  • Salate (z.B. Nudel-, oder Linsensalat)

  • Chips, Soletti, Popcorn, Grissini, …



Foto: VEGAN HARBOUR

Ansonsten kann ich euch nur empfehlen - nutzt das Internet (auch z.B. für vegane Restaurant-Tipps)! Es gibt jede Menge Inspirationen und Rezeptideen bzw. kostenlose Unterstützung ↗ beim Umstieg.



Über Vegan Harbour:


Vegan Harbour ist eine Foodbloggerin aus Wien, die schon seit ihrem 14. Lebensjahr vegetarisch und seit 2012 vegan lebt. In ihrem Blog schreibt sie über vegane Ernährung im Alltag, in Lokalen, auf Reisen und gibt Tipps zu rein pflanzlichen Rezepten.

Blog: www.veganharbour.com

Instagram: https://www.instagram.com/vegan.harbour/

Fotos: Vegan Harbour

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